Gemeinsam stark!
Dass der Satzberg im 14. Bezirk, nahe der Jubiläumswarte, einer der schönsten Orte ist, um einen Kleingarten zu haben, davon sind die SatzbergerInnen überzeugt. Mitten in der Natur gelegen und mit oft wunderbarem Ausblick, lebt man hier idyllisch und doch in der Großstadt. Weil die Anlage viele Höhenmeter umfasst und nicht direkt an öffentliche Verkehrsmittel angebunden ist, kann der Alltag aber mitunter auch schwierig zu bewältigen sein.
Fahrtendienste, Medikamente mit Rezept oder Ecard aus der Apotheke besorgen, kleine Einkäufe erledigen – all diese Hilfe wird niederschwellig in der Gruppe Satzberg Alt des KGV Rosental angeboten. Mittels einer Telefonnummer kann der Bedarf an ein Mitglied der Nachbarschaftshilfegruppe herangetragen werden. In der Whatsapp-Gruppe von mittlerweile 14 HelferInnen wird das Anliegen dann übernommen und erledigt. Beate Pietschnig, Kinderärztin in Pension und Anrainerin und Gruppenleiter Stefan Beckenberger haben das Konzept erarbeitet.
Hilfe im Alltag – unkompliziert und persönlich
„Bei einigen Gärten und Nachbarn funktioniert die gegenseitige Hilfe schon sehr gut, wir wollen sie damit der ganzen Gruppe Satzberg Alt zugänglich machen. Dadurch sollen generationsübergreifend der Zusammenhalt in der Nachbarschaft gestärkt und neue Bekanntschaften geknüpft werden. Und es soll stets ein offenes Ohr für die Anliegen der SatzbergerInnen zur Verfügung stehen – damit niemand ganz allein und verlassen ist!“, sagt Beate Pietschnig.
Für die „großen“ Notfälle hat Stefan Beckenberger die Gruppe „Satzberg helfen“ ins Leben gerufen. 25 der 197 Gruppenmitglieder meldeten ihre Bereitschaft an, aktiv anzupacken, wenn körperliche Arbeit gefordert ist. Auch diese Idee ist aus dem Wunsch entstanden, die Gemeinschaft am Satzberg Alt besser zusammenwachsen zu lassen. Ein „abrutschender“ Garten, verwilderte Grundstücke, verwachsene Wege und mehr wurden bereits gemeinsam unentgeltlich hergerichtet. „Das tolle ist, dass sich Leute wirklich freuen, mithelfen zu können und sich gerne für die Gemeinschaft einsetzen“, erzählt Stefan Beckenberger über die Einsatztruppe. Und weil das gemeinsame Feiern zu jeder Gemeinschaft dazugehört, wird auch das ehemalige Schutzhaus, das nun von der Gruppe genutzt wird, immer wieder für Feste und Veranstaltungen in Schwung gebracht. Hier gibt es einen regelmäßigen Stammtisch, Sommerfeste und mehr.
Zusammenkommen, reden und feiern hat am Alten Satzberg lange Tradition. Wenn man einander kennt, kann man einander auch besser unterstützen. Und es kann schnell gehen, dass man selbst einmal froh über Hilfe wäre.