Der Klimawandel ist längst nicht mehr nur ein abstraktes Zukunftsthema, sondern im alltäglichen Leben und auch im Garten deutlich spürbar: längere Trockenperioden, Hitzewellen, Starkregenereignisse und milde Winter stellen Pflanzen und Böden vor neue Herausforderungen. Für Hobbygärtnerinnen und -gärtner bedeutet das ein Umdenken im Umgang mit Boden, Wasser und Nährstoffen. Zwei besonders wirksame Stellschrauben für einen klimafitten Garten sind Mulchen und bedarfsgerechtes Düngen.

Der Boden als Schlüssel zur Klimaanpassung

Ein gesunder Boden ist die wichtigste Grundlage für widerstandsfähige Pflanzen. Er speichert Wasser, puffert Nährstoffe ab und fördert ein aktives Bodenleben. Doch Hitze und Trockenheit setzen dem Boden zu. Er trocknet schneller aus, verkrustet an der Oberfläche und verliert organische Substanz. Hier setzen nachhaltige und altbewährte Gartenpraktiken an. Mulchmaterialien schützen den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung, reduzieren die Verdunstung und stabilisieren die Bodentemperatur. In Kombination mit organischen Düngern lässt sich der Humusgehalt langfristig erhöhen – ein entscheidender Faktor, um Wasser und Nährstoffe auch unter Extrembedingungen verfügbar zu halten.

Mulchen: Schutzschild für Boden und Pflanzen

Mulchen bedeutet, den Boden mit einer organischen oder mineralischen Schicht zu bedecken. Diese einfache Maßnahme hat gleich mehrere Vorteile:

  • Reduzierte Wasserverdunstung: Der Boden bleibt länger feucht.
  • Schutz vor Hitze und Erosion: Temperaturschwankungen werden abgefedert.
  • Unterdrückung von Unkraut: Lichtkeimer können schwerer keimen
  • Förderung des Bodenlebens: Organische Mulche werden nach und nach zersetzt.
  • Starkregenereignisse: große Wassermengen werden langsam an den Mutterboden abgegeben (Überflutungsgefahr wird reduziert)
Für unterschiedliche Gartenbereiche eignen sich verschiedene Mulcharten:

Gartenfaser – vielseitig und natürlich

Zum Beispiel besteht die Compo Bio Gartenfaser aus nachwachsenden Rohstoffen aus Niederösterreich (Waldviertel) und eignet sich besonders für Blumenbeete, Staudenpflanzungen und den Gemüsegarten. Die lockere Struktur lässt Luft und Wasser gut durch, während die Bodenoberfläche zuverlässig vor Austrocknung geschützt wird. Gleichzeitig verbessert die Gartenfaser beim Abbau die Bodenstruktur – ein Pluspunkt in Zeiten zunehmender Wetterextreme. Durch die spezielle Bearbeitung ist die Gartenfaser stickstoffstabilisiert und konkurriert somit nicht mit den Pflanzen bei der Nährstoffversorgung.

Mulchpellets – kompakt und effizient

Bodenschutzpellets von Compo sind ideal für alle, die eine saubere und einfach auszubringende Lösung suchen. Die Pellets bilden nach dem Aufquellen eine schützende Mulchschicht, die Unkrautwuchs zuverlässig reduziert und empfindliche Früchte vor Bodenkontakt und Fäulnis schützt. Die natürliche Mulchschicht speichert Feuchtigkeit im Boden, schützt vor UV-Strahlung und isoliert zuverlässig gegen Kälte – ideal für ganzjährigen Wurzelschutz und gesundes Pflanzenwachstum.

Holzschnitzel – langlebig und strukturstabil

Für Wege, Strauchpflanzungen oder Baumscheiben sind Holzschnitzel die erste Wahl. Sie zersetzen sich langsam, bieten langfristigen Schutz vor Austrocknung und sorgen gleichzeitig für ein gepflegtes, natürliches Erscheinungsbild. Gerade unter Gehölzen tragen sie dazu bei, die empfindlichen Feinwurzeln vor Hitze und Frost zu schützen. Als Drainageschicht schützen sie effektiv vor Staunässe und Wurzelfäule.

Düngen unter Klimastress:nachhaltig und vorausschauend

Hitze und Trockenheit verändern auch die Nährstoffversorgung der Pflanzen. Mineralische Dünger wirken bei Wassermangel oft unzureichend oder können Wurzelschäden verursachen. Organische Dünger setzen Nährstoffe hingegen langsam frei und verbessern gleichzeitig den Boden – ein klarer Vorteil im Klimawandel.

Schafwolldünger – natürlicher Wasserspeicher

Ein Bio Schafwolldünger von ist ein besonders nachhaltiger Langzeitdünger und passt ideal in ein klimafreundliches Gartenkonzept. Schafwolle kann ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Wasser speichern und gibt diese Feuchtigkeit nach und nach an den Boden ab. Gleichzeitig liefert sie über Monate hinweg Stickstoff, Kalium und Spurenelemente.

Gerade bei Starkzehrern wie Tomaten, Kürbis, Rosen oder Beerensträuchern zeigt sich der Vorteil deutlich: gleichmäßiges Wachstum, stabile Pflanzen und weniger Stress in Trockenphasen. In Kombination mit einer Mulchschicht entsteht ein effektives System zur Wasser- und Nährstoffregulierung.

Das Zusammenspiel macht den Unterschied

Ein klimafitter Garten entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel aus Bodenaufbau, Mulchen, organischer Düngung und effizientem Wassermanagement. Mulch schützt den Boden, Schafwolldünger stärkt Pflanzen von innen heraus, und Aqua Depot Substrate sichern die Wasserversorgung. Diese Strategien sind nicht nur gut für Pflanzen, sondern auch für Gärtnerinnen und Gärtner: geringerer Pflegeaufwand, weniger Gießen, stabilere Erträge und ein gesünderer Garten – selbst unter schwierigen klimatischen Bedingungen.

Text  von Thomas Reichel

Der Gartenexperte von COMPO Österreich teilt gerne sein Wissen mit der Kleingartenfamilie.

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